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Sansibar

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Wir starten frühmorgens um halb sieben am Strand unserer Lodge auf dem Festland Tansanias. Dann sei das Meer noch ruhig und das Geschüttle auf dem doch recht kleinen Boot erträglich, meinte John, unser Gastgeber. Ruhiges Meer meint natürlich nicht die Glätte des Greifensees. Und so springt unser Boot, angetrieben von einem 250-PS-Motor, zwischendurch ziemlich hart auf den Wellen auf. Ich frage mich, ob es das wohl 90 Minuten lang durchhält. Aber man gewöhnt sich daran. Schliesslich landen wir auf Sansibar und fühlen uns wie Robinson Crusoe. Der Kapitän lässt uns an einem weissen Strand aussteigen. Das Wasser ist ruhig und türkisblau. Keine Ahnung, wo genau wir sind. Der Matrose schleppt unser Gepäck über den Sand zu den ersten Häusern. Und da wartet zu unserer Überraschung bereits ein Taxi. Top organisiert von John. Das ist (auch) Afrika! Wenn eine Insel Sansibar heisst, sind die Erwartungen hoch , obwohl sie streng genommen eigentlich Unguja heisst. Sansibar tönt nach 1001 Nacht und n...

Leichtigkeit des Seins

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In einem offenen Safari-Fahrzeug brausen wir mit dem Ranger durch den Mkomanzi-Nationalpark. Oder, besser gesagt: Wir pflügen uns hindurch. Unter unserer Stossstange verschwinden Büsche, Sträucher, Bäume. Der Jeep kämpft sich durchs Dickicht, bis wir vor einem grossen Nashorn stehen. Es mampft seelenruhig an einem Ast und streift mit seinen spitzen Lippen die Blätter ins Maul. Der Trainee-Ranger, der lässig aussen auf dem Trittbrett steht, macht dann aber schnell einen sehr unlässigen Sprung ins Innere des Fahrzeugs, als die zwei Tonnen Tier ihn ins Visier nehmen und im gestreckten Galopp auf ihn zurennen. Nach dieser letzten Safari fahren uns unsere beiden Begleiter an die Küste Tansanias. In einer traumhaften Beach-Lodge verbringen wir nun die Tage. Nachts hören wir den Ozean rauschen, tagsüber arbeiten wir im lauen Wind und schwimmen zwischendurch ein paar Längen. Wir machen Strandspaziergänge und wundern uns über die Schnelligkeit der rosa Geisterkrebse, die zu Tausenden am St...

Jambo!

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Da schaute er gewitzt aus den Wolken und hiess uns in Tansania willkommen: der Kilimandscharo! Die Vorfreude war gross auf dieses Land, die Serengeti wartete, der Ngorongoro - und Oli! Er war vor zwei Jahren unser Guide und wollte uns auch dieses Mal die Schönheit Tansanias zeigen. Er stand am Flughafen und erwartete uns - gross und strahlend, wie wir ihn kennen. Wer hätte gedacht, dass wir uns noch einmal in diesem Leben begegnen. Schön, wenn Kontakte über die halbe Erdkugel reichen, und sich Menschen, die sich mögen, von Tausenden von Kilometern nicht abhalten lassen, einander wiederzusehen.  Die Serengeti hatte vor zwei Jahren tiefe Spuren in meinem Herzen hinterlassen. Diese unendliche Weiten, die goldenen Gräser, die vielen, vielen Löwen. Würde es das zweite Mal ebenso sein? Ja! Es war! Nach dem Arusha-Nationalpark mit Walk-Safari, einem Dorf- und Marktbesuch mit privatem Mittagessen und dem Ngorongoro-Krater wartete meine heissersehnte Serengeti auf uns. Und sie gab a...

Rückblick auf das Masiye-Camp

Es ist bereits über zwei Monate her, seit wir im Masiye-Camp eingetroffen sind und dort während einer Woche mitgeholfen haben, Waisenkinder zu betreuen. Am 7. August habe ich in diesem Blog bereits ausführlich über diese besondere Zeit berichtet. Nun hat uns Yannik Maurer, der ebenfalls Teil des Leiterteams war, einen eindrücklichen Film zugespielt. Er fasst die gemeinsame Woche mit all ihren Aktivitäten noch einmal eindrucksvoll zusammen.

Gorillas in the mist

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Es ist Abend in Bwindi, ich bin körperlich und emotional komplett erschöpft: Das Gorilla-Trekking liegt hinter uns, diese "once in a lifetime experience".  Zusammen mit einem Ranger und drei Gorilla-Spezialisten steigen wir vier Touristen in den "impenetrable forest" in Bwindi. Und "undurchdringbar" ist er tatsächlich: Die Guides müssen uns mit einer Machete den Weg bahnen, der Boden ist nass und glitschig, die Schuhe verheddern sich in den Pflanzenschlingen. Wir straucheln, halten uns alle gegenseitig an den Händen und an dornigen Zweigen fest und kämpfen uns durchs steile Dickicht. Bis der Ranger plötzlich stehen bleibt und unter einen Baum zeigt. Da sitzt es, mächtig und flauschig: ein  Gorilla-Weibchen mit Baby. Ich bin überwältigt: "mein" allererster Gorilla! Ich schlucke den Kloss in meinem Hals hinunter. Er ist mindestens so gross wie das Tier vor mir. Zu der Gruppe, die wir besuchen, gehören zehn Gorillas. Darunter zwei Silberrücken un...

Ugandische Schmankerl

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Uganda. Was auch immer ich mir darunter vorgestellt hatte: Es war falsch. Uganda ist grün, es regnet häufig, es ist schwül, man wirft einen Avocadostein weg, am nächsten Tag steht da ein Baum. Es ist viel sauberer als die Länder zuvor und alles irgendwie organisierter. Es ist richtig, richtig schön. Wir machen in Entebbe eine geführte Tour durch den botanischen Garten und erwarten, dass uns jederzeit Tarzan um die Ohren schwingt. Zwei Nächte später gehts weiter, wir fahren an den Lake Mburo. Kein Mensch ist auf der Strasse, wir haben freie Fahrt. Ivan, unser Driver, erklärt, dass jeden letzten Samstag im Monat "cleaning day" sei. Morgens von 7 bis 11 Uhr müssen alle draussen wischen, putzen, aufräumen, Müll entsorgen. Alle Läden und Restaurants bleiben geschlossen, niemand darf Auto fahren. Ausser wir Mzungu, also wir Weissen. Und Ivan, weil er uns fährt. Die Polizei kontrolliert strikt an Strassensperren. Mit der Reinlichkeit ist nicht zu spassen! Um den Lake Mburo spazie...

Afrika-Feeling

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Wir verlassen Sambia heute und steigen ins Flugzeug nach Uganda. Es warten zehn Tage Safari und Gorilla-Trekking auf uns - und damit das Highlight unserer Afrika-Zeit. Die letzten Tage haben wir in einer schönen Lodge in Lusaka verbracht und eine Sunset-Safari in einem kleineren Privatpark gemacht. Und da war es wieder, dieses Afrika-Feeling, wenn man über Holperpisten fährt, das dürre Gras sich sanft im lauen Wind wiegt, die Atmosphäre golden wird. Giraffen versperrten uns den Weg, Baby-Gnus beäugten uns misstrauisch und beim Abendessen besuchte uns ein kleiner Iltis, der auf dem Weg zu einer Kostümparty war. Jedenfalls hatte er sich als Leopard verkleidet.  Also dann: Bis bald in Uganda!  Game Drive in den Sonnenuntergang   Noch ein Giraffen-Bild   Die besten Partys finden in der Küche statt