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Es werden Posts vom Juli, 2026 angezeigt.

Knocked out

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Sodeli, den ersten afrikanischen Käfer haben wir (also ich) nun gebodigt. Ich lag ein paar Tage flach mit Fieber und allem, was dazugehört ("thanks for sharing", würden meine Kinder jetzt sagen). Leider hat sich dadurch unsere Weiterreise nach Bulawayo und ins Masyie Camp verzögert. Morgen gehts nun aber los. Heute Mails erledigen, waschen, packen, einkaufen - und nochmals einen Abstecher ins Vanilla Moon. Wir sind gespannt, wie's weitergeht. Hier ein paar letzte Harare-Momente: Cappuccio im Vanilla Moon, Wasser-Stillleben in unserer Küche, unser Lebensretter-Öfeli, Medikamenten-Arsenal, schäffele auf der Veranda. 

Music is in the air

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Freitagabend, es erwarten uns gleich zwei Highlights: Wir nehmen an der Probe der örtlichen Heilsarmee-Brass-Band teil, später wollen wir mit Reggis an ein Reggae-Konzert. Der Beginn der Orchesterprobe scheint hier nicht ganz so sakrosankt zu sein: Eine Stunde lang tröpfeln einzelne Bandmitglieder in die Kirche, nehmen ihr Instrument hervor und setzen dann in die Melodie ein, wenn sie eben bereit dafür sind. Was uns aber geboten wird, pustet uns weg: im wahrsten Sinne des Wortes, wir müssen uns von der ersten Reihe ganz nach hinten setzen. Es klingt fantastisch, ich habe Gänsehaut und muss automatisch an dramatische Walt-Disney-Filmszenen denken. Der Vize-Dirigent nimmt sich dann ein paar Minuten für ein Interview, und wir erfahren, dass die meisten der Instrumente aus der Schweiz kommen: SwiZimAid, der Verein, für den wir hier unterwegs sind, hat sie gespendet. Die Instrumente bedeuten hier viel: "Musik verbindet Menschen, unabhängig von ihrer Sprache", sagt er. Wohl war,...

Asseyez-vous, s.v.p.

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Heute stand der Besuch des Watershed College - eines Elite-College - in Marondera auf dem Programm. Eddie ist Musiklehrer dort, ein unglaublich zuvorkommender, netter Mann. Er hat uns auf dem Parkplatz in Empfang genommen und uns als Erstes der schottischen Rektorin vorgestellt. Danach gings direkt in den Französischunterricht, wo wir von neugierigen Schülerinnen und Schülern erwartet wurden. Auf die Bitte des Lehrers hin habe ich mich vorgestellt, meinen Bezug zu Frankreich erklärt, unser Vorhaben hier in Simbabwe und den anderen afrikanischen Ländern erläutert - und danach die Hälfte der Lektion bestritten. Französisch! Ach! Ich habe es vermihisst!!!  Wir konnten danach in Physik-, Chemie, Sprach-, Kunst- und Nähunterricht reinschnuppern, alles hochprofessionell, in afrikanischem Ambiente. Beeindruckt hat uns vor allem die Höflichkeit der Studentinnen und Studenten. Wenn sie einen auf dem Campus kreuzen, legen sie die rechte Hand aufs Herz und grüssen: "Good afternoon, Madam...

Wasser macht Menschen glücklich

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Endlos der Weg ins Dorf Madziya, knapp vier Autostunden von Harare entfernt. Vor allem die letzten Kilometer. Vom Regen ausgewaschene Strassen, einzelne Stellen, die man mit dem Auto nur akrobatisch und mit fahrerischem Können im Schritttempo überwinden kann. Der herzliche Empfang überrascht und berührt uns. Durchgeschüttelt, hungrig und durstig werden wir von einer Schar Menschen begrüsst, die uns die Hände schütteln und uns herzlich willkommen heissen.  Über das Madziya Borehole Project schreiben wir die erste Reportage aus Afrika. Das Projekt konnte dank der Unterstützung der Schweizer Organisation SwiZimAid realisiert werden, einem Verein, der sich mit verschiedenen Projekten in Simbabwe engagiert.  Wasser, das Selbstverständlichste für uns in der Schweiz, ist hier ein rares und wertvolles Gut. "Das erste Mal in meinem Leben habe ich direkten Zugang zu frischem Wasser", sagt uns der 68-jährige Isodore Muchenge. Sauberes Wasser hat das Leben in Madziya verändert. Frü...

Halleluja!

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Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde mich beim Bloggen vordrängen. Aber Geri ist beschäftigt: Er erledigt den Abwasch ;-) Gestern haben wir uns von Reggis in den Gottesdienst mitnehmen lassen. Wir schreiben in den nächsten Tagen ja über verschiedene Heilsarmee-Projekte in Simbabwe. Und so dachten wir, dass wir ruhig etwas auf Tuchfühlung gehen können mit dieser Kirche. Das Fazit: Es war schön. Anders. Laut. Und dauerte seeehr lange! Überraschend war, dass der begeisterte Pfarrer auf der Kanzel uns plötzlich bat, uns vorzustellen. Wir radebrechten nervös irgendwas von Schweiz, vier Monaten, Afrika. Egal, hier ist man, wie man ist, man steht nie im Mittelpunkt, auch wenn man das eigentlich tut. Nach dem Gottesdienst mussten wir viele Fragen beantworten und Auskunft geben, währenddem die Kinder den Glaceverkäufer vor der Kirche zu einem reichen Mann machten. Die kleine Sarah, Reggis Jüngste, verspeiste genüsslich ein riesiges Softice, das ihr in grossen Tropfen auf ihr Mäntelchen ...

Afrika!

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Das Fliegen ist ja eh nicht so meins. Aber wenn alle rundherum tief schlafen und ich mich hellwach durch sämtliche Schnulzenliebesfilme klicke (Nicholas Sparks ist im Entertainment-System von Airlines definitiv übervertreten) und versuche, stundenlang meiner Blase gut zuzureden, damit ich bloss nicht alle vor mir in der Reihe wecken muss, finde ich Afrika schampar weit weg. Bei der Zwischenlandung in Addis Abeba kann ich mich kaum mehr bewegen, eine Migräne lauert besorgniserregend nah hinter meinen Augäpfeln. Eine Kurzmassage und starker äthiopischer Kaffee retten mich. In Harare dann: Afrika pur! Reggis begleitet uns während der nächsten Tage, er fährt uns durch die Stadt, weist Geri an, seinen bearmbanduhrten Arm sicherheitshalber ins Innere des Autos zu nehmen, kauft Wattestäbchen bei einem kleinen Bub, der sie ihm mitten auf der chaotischen Hauptstrasse ins Auto streckt.  Unser Bungalow ist in einer ruhigen Gegend in Harare, wir passieren verschiedene Tore, fühlen uns etwas wi...

Bye-bye ...

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Es sind tausend Abschiede: das letzte Mal Kaffee trinken mit meinen Eltern, das letzte Mal im Migi einkaufen, das letzte Mal im Büro in Züri ... und irgendwann ists dann gut, wenns endlich losgeht. Unsere Kinder, ihre Partnerinnen, Priska und sogar Yara sind gekommen, um uns auf dem Flughafen zu verabschieden. Ich fühle mich seltsam sediert, fast unfähig, Abschiedsschmerz oder Vorfreude zu empfinden. Ein letztes Mal zurückblicken und winken: Ich nehme alle meine Liebsten mit nach Afrika - mein Herz ist gross!                            

Farewell-Party

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So viele liebe Freundinnen und Freunde haben uns letzten Samstag verabschiedet: Es war voll, lustig - und sehr laut! Danke an alle, die für kurz oder etwas länger bei uns vorbeigeschaut haben. Jetzt heissts packen und organisieren, am Freitag gehts los. Tschau zäme!