Afrika!

Das Fliegen ist ja eh nicht so meins. Aber wenn alle rundherum tief schlafen und ich mich hellwach durch sämtliche Schnulzenliebesfilme klicke (Nicholas Sparks ist im Entertainment-System von Airlines definitiv übervertreten) und versuche, stundenlang meiner Blase gut zuzureden, damit ich bloss nicht alle vor mir in der Reihe wecken muss, finde ich Afrika schampar weit weg. Bei der Zwischenlandung in Addis Abeba kann ich mich kaum mehr bewegen, eine Migräne lauert besorgniserregend nah hinter meinen Augäpfeln. Eine Kurzmassage und starker äthiopischer Kaffee retten mich. In Harare dann: Afrika pur! Reggis begleitet uns während der nächsten Tage, er fährt uns durch die Stadt, weist Geri an, seinen bearmbanduhrten Arm sicherheitshalber ins Innere des Autos zu nehmen, kauft Wattestäbchen bei einem kleinen Bub, der sie ihm mitten auf der chaotischen Hauptstrasse ins Auto streckt. 

Unser Bungalow ist in einer ruhigen Gegend in Harare, wir passieren verschiedene Tore, fühlen uns etwas wie in einem Hochsicherheitstrakt. Schon bald verschwindet die Sonne hinter den riesigen Kakteen im Garten und es wird - kalt. Aber so richtig. Eiszapfenarschkalt. Nach einer gemeinsamen Pizza mit Reggis verziehen wir uns todmüde ins klamme Bett. Das kleine Elektroöfeli steht auf meinem Nachttisch und bläst tapfer warme Luft unter die Decke. 




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Matratzen und Zwischenbilanz

Ankunft im Chikankata Mission Hospital

Chobe-Nationalpark: Afrika pur