Wasser macht Menschen glücklich

Endlos der Weg ins Dorf Madziya, knapp vier Autostunden von Harare entfernt. Vor allem die letzten Kilometer. Vom Regen ausgewaschene Strassen, einzelne Stellen, die man mit dem Auto nur akrobatisch und mit fahrerischem Können im Schritttempo überwinden kann.

Der herzliche Empfang überrascht und berührt uns. Durchgeschüttelt, hungrig und durstig werden wir von einer Schar Menschen begrüsst, die uns die Hände schütteln und uns herzlich willkommen heissen. 

Über das Madziya Borehole Project schreiben wir die erste Reportage aus Afrika. Das Projekt konnte dank der Unterstützung der Schweizer Organisation SwiZimAid realisiert werden, einem Verein, der sich mit verschiedenen Projekten in Simbabwe engagiert. 

Wasser, das Selbstverständlichste für uns in der Schweiz, ist hier ein rares und wertvolles Gut. "Das erste Mal in meinem Leben habe ich direkten Zugang zu frischem Wasser", sagt uns der 68-jährige Isodore Muchenge.

Sauberes Wasser hat das Leben in Madziya verändert. Früher mussten Frauen und Kinder täglich bis zu drei Kilometer zurücklegen, um Wasser zu holen. Dank des neuen Bohrlochs haben heute die gesamte Gemeinde und viele Menschen aus der Umgebung Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Deshalb gebe ich meiner Reportage – die ich noch schreiben muss – den Titel „Wasser macht Menschen glücklich“. Noch nie in meinem Leben habe ich so eindrücklich, beinahe beschämt und voller Demut erkannt, was Wasser für viele Menschen tatsächlich bedeutet.


 




 




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Matratzen und Zwischenbilanz

Ankunft im Chikankata Mission Hospital

Chobe-Nationalpark: Afrika pur