Halleluja!
Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde mich beim Bloggen vordrängen. Aber Geri ist beschäftigt: Er erledigt den Abwasch ;-)
Gestern haben wir uns von Reggis in den Gottesdienst mitnehmen lassen. Wir schreiben in den nächsten Tagen ja über verschiedene Heilsarmee-Projekte in Simbabwe. Und so dachten wir, dass wir ruhig etwas auf Tuchfühlung gehen können mit dieser Kirche. Das Fazit: Es war schön. Anders. Laut. Und dauerte seeehr lange! Überraschend war, dass der begeisterte Pfarrer auf der Kanzel uns plötzlich bat, uns vorzustellen. Wir radebrechten nervös irgendwas von Schweiz, vier Monaten, Afrika. Egal, hier ist man, wie man ist, man steht nie im Mittelpunkt, auch wenn man das eigentlich tut. Nach dem Gottesdienst mussten wir viele Fragen beantworten und Auskunft geben, währenddem die Kinder den Glaceverkäufer vor der Kirche zu einem reichen Mann machten. Die kleine Sarah, Reggis Jüngste, verspeiste genüsslich ein riesiges Softice, das ihr in grossen Tropfen auf ihr Mäntelchen kleckerte. Ich war sehr versucht, ein Tempo zu zücken und ihr das verschmierte Gesichtchen zu putzen, liess es aber bleiben. War dann aber doch froh, als sie und ihr Softice im Auto ihrer Mutter auf den Schoss kletterten und nicht mir.
Nach einem kurzen Abstecher im Supermarkt mit einer jauchzenden Sarah im Einkaufswägeli installierten wir uns in unserem schönen Garten. Ich habe dann noch kurz mit Mami telefoniert und ihr überzeugend weismachen können, dass vor unserem Bungalow weder ein ausgehungertes Krokodil wartet noch sich im Gebüsch ein Löwe versteckt, dem beim Anblick meiner ausladenden Hüften der Spoiz im Maul zusammenläuft.


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