Leichtigkeit des Seins
In einem offenen Safari-Fahrzeug brausen wir mit dem Ranger durch den Mkomanzi-Nationalpark. Oder, besser gesagt: Wir pflügen uns hindurch. Unter unserer Stossstange verschwinden Büsche, Sträucher, Bäume. Der Jeep kämpft sich durchs Dickicht, bis wir vor einem grossen Nashorn stehen. Es mampft seelenruhig an einem Ast und streift mit seinen spitzen Lippen die Blätter ins Maul. Der Trainee-Ranger, der lässig aussen auf dem Trittbrett steht, macht dann aber schnell einen sehr unlässigen Sprung ins Innere des Fahrzeugs, als die zwei Tonnen Tier ihn ins Visier nehmen und im gestreckten Galopp auf ihn zurennen.
Nach dieser letzten Safari fahren uns unsere beiden Begleiter an die Küste Tansanias. In einer traumhaften Beach-Lodge verbringen wir nun die Tage. Nachts hören wir den Ozean rauschen, tagsüber arbeiten wir im lauen Wind und schwimmen zwischendurch ein paar Längen. Wir machen Strandspaziergänge und wundern uns über die Schnelligkeit der rosa Geisterkrebse, die zu Tausenden am Strand herumsausen, bevor sie flink in einem Sandloch verschwinden. Geschöpfe gibts!
Unser Bungalow hat nur rudimentäre Holzsprossen, keine Fenster. Der Wind wölbt die Vorhänge ins Innere, Bananenbaumblätter sind unser Dach. Die Affen verstehen unsere luftige Loge als Einladung. Das habe ich verstanden, als ich meine Cinnamon Roll vom Frühstück zum Nachmittagskaffee essen wollte, aber nur noch die Papierserviette auf dem Tisch lag ...
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| Tonnenschwere Schönheit |
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| Es ist schön, wenns schön ist |



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